Joined Learning

Denn klassische Führungsseminare bereiten auf theoretische Situationen vor. Was fehlt, ist der Raum, diese Situationen dort zu reflektieren, wo sie hingehören: in deinem eigenen Kontext, in deiner beruflichen Realität. Bestimmt hundert Seminare habe ich in meiner Karriere besucht. Diesen Raum hat mir keines davon gegeben.

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Ein Mitarbeiter saß bei mir im Büro und weinte.

Nicht, weil ihm im Rahmen meiner Zuständigkeit etwas Schlimmes passiert war. Sondern weil sein Hund gestorben war. Wenn du mal einen Hund hattest, kannst du das wahrscheinlich nachvollziehen.

Mein Kollege saß also da, vollkommen aufgelöst. Ich fühlte mit — und war gleichzeitig vollkommen überfordert. Als empathischer Mensch und Tierliebhaber konnte ich sehr gut nachempfinden, was in ihm vorging. Selbst wenn ich in diesem Moment an einen der schlauen Tipps aus meinen Führungsseminaren gedacht hätte: Sie hätten mir hier nicht geholfen.

Denn neben der Situation an sich war ich nicht darauf vorbereitet, dass mich sein Schicksal so hart traf. Nun bat er mich, ein paar Tage Urlaub nehmen zu dürfen.

Was hättest du getan?

Ich jedenfalls reagierte falsch. Das war vielleicht mein erster, aber ganz sicher nicht mein letzter Fehler als Führungskraft.

Was ist das Problem mit klassischen Seminaren?

Als junge Führungskraft im öffentlichen Dienst durfte ich viele Seminare besuchen, die mir den Einstieg in die wunderbare Welt der Personalführung erleichtern sollten. Ich lernte Kommunikationskonzepte kennen, tauchte in die unendliche theoretische Tiefe der Führungsmethoden ein und hatte meinen allerersten Kontakt mit Persönlichkeitsmodellen. Wir sprachen über die Theorie und übten sie sogar im geschützten Raum.

Die Trainer:innen taten ihr absolut Bestes, um mich möglichst gut auf die spannende Aufgabe vorzubereiten. Und trotzdem: Als es darauf ankam — als ein echter Mensch mit echten Emotionen vor mir saß — stand ich mit leeren Händen da.

Denn klassische Führungsseminare bereiten auf theoretische Situationen vor. Was fehlt, ist der Raum, diese Situationen dort zu reflektieren, wo sie hingehören: in deinem eigenen Kontext, in deiner beruflichen Realität. Bestimmt hundert Seminare habe ich in meiner Karriere besucht. Diesen Raum hat mir keines davon gegeben.

Genau dafür gibt es Joined Learning.

Was bedeutet„Joined Learning“ eigentlich?

Ich gebe zu: Die Entstehungsgeschichte ist weniger spektakulär, als man annehmen könnte. Der Begriff ist mir am 1. Weihnachtsfeiertag 2025 eingefallen. Einfach so. Ich zog in Gedanken die Eckpunkte meines Entwicklungsprogramms auf — und plötzlich war das Wort da.

Joined Learning. Verbindendes Lernen.

Für mich geht es dabei um das Verbinden und Verknüpfen. Nicht nur von Lernmethoden, sondern vor allem von meinem Ansatz mit den Menschen. Mit ihrer Realität. Mit ihrem Kontext. Und ich strebe als Trainer eine echte Verbindung zu meinen Teilnehmer:innen an.

Der Begriff war kaum da, da hatte ich schon die Seite des DPMA aufgerufen und den Antrag auf Schutz der Wortmarke gestellt. Nicht aus Angst, dass mir jemand den Namen klaut. Sondern weil ich für mich deutlich machen wollte: Mir ist hier etwas gelungen, das aus mir herauskommt. Und das möchte ich bewahren.

Aber bei Joined Learning geht es nicht um meine Geschichte. Die Hauptperson bist du. Ich sorge für den Rahmen, die Methode und den Prozess — damit du dich entwickeln kannst.

Wie funktioniert Joined Learning?

In sechs Monaten lernst du Menschen kennen, die ein komplett anderes Berufsumfeld haben als du selbst. Menschen, die auch ihren Alltag haben — und die manchmal mit ähnlichen Themen kommen und manchmal mit ganz anderen.

Joined Learning bedeutet: voneinander lernen. Von den Erfahrungen anderer, von ihren Perspektiven, von ihrer Herangehensweise an Lösungen.

Mein Beispiel mit dem weinenden Kollegen? Innerhalb des geschützten Raums von Joined Learning könnte ich genau diese Situation ansprechen — und würde wertschätzende, nicht wertende Perspektiven von anderen Menschen erhalten. Gemeinsam erarbeiten wir dann Optionen, die in deinem Alltag funktionieren.

Nicht, damit du keine Fehler mehr machst. Im Gegenteil: Damit du deinen Fehlern nicht mehr so viel Macht gibst und dich gut gerüstet für deinen Führungsalltag fühlst.

Wie sieht der Joined-Learning-Weg aus?

Wir starten immer mit einem persönlichen 1:1-Gespräch. Nur du und ich. Ich will verstehen, wo deine echten Schmerzpunkte liegen. Kein „Ich sage dir, wie du Feedback gibst und dann bist du eine bessere Führungskraft.“ Sondern ein echtes Beleuchten deiner alltäglichen Herausforderungen — dein Team, deine Kunden, deine Vorgesetzten, deine Unternehmenskultur.

Auf Basis aller Gespräche erstelle ich ein passgenaues Programm mit einem individuellen Entwicklungsplan, den du dort ausprobieren kannst, wo es Sinn macht: in deinem Alltag. Wir reflektieren anschließend, passen an, erweitern und ergänzen. So findet echte, erprobte Verhaltensänderung statt — nicht auf Basis des Eisbergmodells, sondern auf Basis deiner veränderten Haltung und Perspektive.

Spätestens zum Ende des ersten Monats starten wir mit einem zweitägigen Präsenzseminar. Hier bringe ich den Prozess und die Methoden ein, steuere die Energien im Raum und sorge dafür, dass die Themen immer dort bleiben, wo sie hingehören: in deinem Kontext.

Monatliche 1:1-Reflexionssessions, ein weiterer Präsenztag im vierten Monat und ein zweitägiger Abschlussworkshop machen dieses Programm zu etwas Einmaligem: ein geschützter Raum, in dem Lernen auf fruchtbaren Boden fällt.

Ach ja: Und durch Peer-Learning auf Augenhöhe wirst du ganz nebenbei ein starkes Netzwerk aufbauen, das dich auch über Joined Learning hinaus begleiten wird. Oder wie schließt du heute neue Freundschaften?

Wie sagt man so schön? Happy Chef, happy Team. Oder so ähnlich.

Welche Stufen gibt es bei Joined Learning?

Joined Learning besteht aus drei Kursen, die aufeinander aufbauen.

Basiskurs

Advancedkurs

MasterClass

Der Basiskurs ermöglicht dir, bessere Handlungsentscheidungen in deinem Führungsalltag zu treffen. Sechs Monate, in denen du dein Verhalten bewusst gestalten lernst.

Der Advancedkurs nimmt eine andere Wendung. Hier geht es darum, dass du dich selbst besser kennenlernst. Spoiler: Du musst dich nicht gut kennen, um richtig zu handeln. Aber es hilft ungemein, über einen langen Zeitraum konsistent und integer zu sein. Auch hier gilt: Nichts wird ohne Kontext und ohne deinen Alltag gemacht. Wir nehmen deine Beispiele und ordnen sie ein. Am Ende weißt du, welche Situationen dich triggern, wie du darauf reagierst — und bekommst Strategien, Emotionen in schwierigen Momenten zu kontrollieren. Hätte ich dieses Wissen damals gehabt, als mein weinender Kollege vor mir saß, ich hätte sicherlich einen besseren Ausweg gefunden.

Die MasterClass ist die Meisterschaft. Hier stellt dich nicht ich auf die Probe, sondern eine ausgebildete Schauspielerin oder ein ausgebildeter Schauspieler. Hast du jemals erlebt, wie es ist, in einer alltäglichen Situation so überzeugend mit deinen Triggern konfrontiert zu werden, dass es sich echt anfühlt? Ich durfte es erleben. Es war unheimlich. Es war hart. Es war anstrengend. Und es war so unglaublich effektiv, dass ich diese Erfahrung nie vergessen werde.

Für wen ist Joined Learning gedacht?

Für dich, wenn du formal Führungskraft bist. Aber auch, wenn du im weitesten Sinne Menschen inspirieren darfst — als Projektmanager:in, als Disponent:in, als „vergessene:r Expert:in“ oder im Vorstand eines Vereins. Es gibt so viele Bereiche, in denen echte Führungsskills gebraucht werden, die wir als Gesellschaft gar nicht auf dem Zettel haben.

Übrigens: Joined Learning ist nicht für dich geeignet, wenn du schon alles über Führung weißt und deine Entwicklung abgeschlossen ist.

So geht es nun weiter…

Und: Hoffentlich mit dir!

Die Basiskurse starten monatlich. Ich beginne in München und weite das Programm zeitgleich deutschlandweit aus. Du bist aber auch herzlich willkommen, wenn du bewusst eine räumliche Distanz zu deinem Alltag suchst — der Reiseaufwand für insgesamt drei Ausflüge in sechs Monaten mit fünf Präsenztagen ist überschaubar. Dein Gewinn dafür umso größer.

Hast du Lust, es herauszufinden? Ich schon.

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